Wohnhaussanierung

Wohnhaussanierung

Gefördert werden Sanierungen von Eigenheimen (max. 2 Wohnungen), Gebäude die nach der Sanierung über ganzjährig nutzbaren Wohnraum verfügen und mehrgeschossige Wohngebäude (> 2 Wohnungen) oder Wohnheime.

Förderungsvoraussetzungen

  • Baubewilligung des Gebäudes mind. 20 Jahre alt (Ausnahmen: Umstellung auf energieeffiziente Haustechnikanlagen (Bauvollendungsmeldung mind. 5 Jahre) oder bei Fernwärmeanschluss)
  • Nachweis der durchgeführten Vor-Ort-Energieberatung
  • ganzjährige Nutzung nach der Sanierung (Hauptwohnsitz)
  • Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen erst nach Antragstellung
  • Durchführung der Sanierungsmaßnahmen von befugten Firmen (Eigenleistungen nicht förderbar)
  • Investitionskosten mind. € 2.400,– (brutto)
  • Haustechnik: Im Fernwärmegebiet wird nur der Anschluss an die Fernwärme gefördert

Die Wohnnutzfläche je Wohnung darf 200 m² nicht überschreiten. Bei einer Überschreitung ist eine Förderung nicht möglich.

Sanierungsförderungen

a) Einzelbauteilsanierung

Tabelle der förderbaren Sanierungsmaßnahmen und U-Wertanforderung an den jeweiligen Bauteil:

Sanierungsmaßnahme max. U-Wert [W/(m².K)]
Dämmung Außenwand 0,25
Dämmung oberste Geschossdecke/Dachschräge* 0,17
Dämmung Kellerdecke/erdanliegender Fußboden 0,35
Fenstertausch (nur bei umfassender energetischer Sanierung lt. Pkt. c) 1,20
* Die oberste Geschossdecke und Dachschräge werden als ein Bauteil beurteilt.

b) energieeffiziente ökologische Haustechnikanlagen

  • Neuerrichtung und Erweiterung von Solaranlagen (Warmwasserbereitung und/oder Wärmeerzeugung)
  • Heizungsanlagenaustausch auf erneuerbare Energie (z. B. Fernwärme, Pellets, Scheitholz, Hackgut)
  • Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (Heizöl, Gas, Kohle)
  • Wärmepumpenheizung
  • kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (Komfortlüftung)
  • erstmalige Errichtung Photovoltaikanlage
  • erstmaliger Einbau Solarstromspeicher

c) Umfassende energetische Sanierung

Darunter versteht man die gleichzeitige thermische Sanierung von mind. 3 Bauteilen (lt. Pkt. a) oder die thermische Sanierung von mind. 2 Bauteilen und der Haustechnik (lt. Pkt. a und b).
Bei der umfassenden energetischen Sanierung ist der Energieausweis erforderlich. Dabei sind die Anforderungen an die Energiekennzahlen einzuhalten. Für die Bauteile gelten die U-Wertanforderungen der Einzelbauteilsanierung (siehe Tabelle oben).

Im Zuge der umfassenden Sanierung werden auch Beratungsleistungen (Sanierungscoach) und der Energieausweis gefördert.

Achtung: Um die Förderung der umfassenden energetischen Sanierung in Anspruch nehmen zu können, darf ein bestehender Heizkessel auf Basis fossiler Brennstoffe (Heizöl, Gas, Kohle) nicht älter als 15 Jahre sein (lt. Typenschild) oder dieser wird im Zuge der Sanierung ausgetauscht.
Bei Strom- oder Infrarotheizungen darf der CO2-Wert lt. Energieausweis max. 30 kg/(m².a) betragen oder die Heizung wird ebenfalls ausgetauscht.

Förderungsauszahlung

1.) (Wohn)Gebäude mit max. 2 Wohnungen

Bei der Förderungsauszahlung kann entweder zwischen einem Einmalzuschuss oder einem Förderungskredit (0,7% Verzinsung pro Jahr, Laufzeit 15 Jahre, Eintragung ins Grundbuch erforderlich) ausgewählt werden.

Achtung: Die Budgetmittel sind begrenzt! Die Förderungszusicherung erfolgt nach den verfügbaren Mitteln und in Reihenfolge des Antragseingangs bei der Förderungsabteilung des Landes Kärnten.

1.1) Maximale Förderungshöhen bei Einmalzuschüssen

Einzelbauteilsanierung (30% der Sanierungskosten)
Sanierungsmaßnahme max. Förderung
Dämmung Außenwand € 5.000,–
Dämmung oberste Geschossdecke/Dach € 2.500,–
Dämmung Kellerdecke/Fußboden gegen Erdreich € 1.500,–
Bonus bei Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (z. B. Hanf, Zellulose, Holzfaser, etc.) Zuschlag von 50% auf Förderung der Bauteile
Haustechnik (35% der Sanierungskosten)
Sanierungsmaßnahme max. Förderung
Austausch alte Heizungsanlage gegen Heizungsanlage für biogene Brennstoffe (Pellets, Scheitholz, Hackgut), Fernwärme oder Wärmepumpenheizungen € 3.000,–
Umstellung von Heizsystemen auf Basis fossiler Brennstoffe (Heizöl, Gas, Kohle) auf Heizungsanlagen für biogene Brennstoffe, Fernwärme oder Heizungswärmepumpen € 6.000,–
kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (Komfortlüftung) € 1.200,–
Solaranlage (Aperturfläche mind. 4 m² (max. 15 m² förderbar), € 250/m² Aperturfläche) € 3.750,–
Ersterrichtung Photovoltaikanlage (€ 480,–/kWp (max. 5 kWp förderbar)) € 2.400,–
Ersteinbau Solarstromspeicher (€ 400,–/kWh (max. 5 kWh förderbar)) € 2.000,–
umfassende energetische Sanierung (40% der Sanierungskosten)
Sanierungsmaßnahme max. Förderung
umfassende energetische Sanierung 1 Wohnung € 15.000,–
zusätzlich Zuschlag für die 2. Wohnung € 5.000,–
Beratungsleistungen
Maßnahme max. Förderung
Vor-Ort-Energieberatung kostenlos
Sanierungscoach bei umfassender energetischer Sanierung (max. 70% der Kosten) € 800,–
Energieausweise (Bestands- und Planungsenergieausweis) bei umfassender energetischer Sanierung € 300,–

2.) (Wohn)Gebäude mit mehr als 2 Wohnungen

Die Sanierungsförderung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses auf die Dauer von 10 Jahren ausgezahlt.

Bundesförderung

Informationen zu weiteren Förderungsmöglichkeiten:
Bundesförderung – Sanierungsscheck für Private 2018


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